Historie

Die Kreuzbruderschaft Karlstadt

Die Kreuzberg-Bruderschaft ist eine - vielleicht die älteste- religiöse Gemeinschaft der Pfarrei "St. Andreas". Die Entstehung der Bruderschaft ist uns unbekannt. Wir vermuten jedoch, dass der Ursprung auf eine der großen Pestzeiten des Mittelalters zurückgeht, etwa 1635. Alljährlich erfüllt die Bruderschaft ihr altes Gelübde und zieht mit einer großen Pilgerschar zum Kreuzberg, dem heiligen Berg der Franken, in die Rhön. Hierbei wird das grüne "Pestkreuz", stammend aus der Pestzeit, von den Frauen mitgetragen. Der Weg führt am ersten Wallfahrtstag von Karlstadt nach Oberthulba. Die Gastfreundschaft von Oberthulba ist enorm; in kürzester Zeit sind alle Pilger in Oberthulba untergebracht. Daraus sind viele echte Freundschaften entstanden. Am zweiten Tag wird der Kreuzberg erreicht. Höhepunkt der Wallfahrt ist der abendliche Kreuzweg und am Vormittag des dritten Tages die Prozession um das Kloster sowie das Hochamt mit der feierlichen Kreuzverehrung. Im Anschluss daran ziehen wir wieder heimwärts bis Oberthulba, am vierten Tag erreicht die Prozession Karlstadt.
Mit echtem Bruderschaftsgeist und großer Disziplin wird die Wallfahrtsstrecke von 140 km bewältigt. Die zunehmende Beteiligung, in den letzten Jahren waren es jeweils etwa 450 Gläubige, zeigt, dass alle Schichten der Bevölkerung aus Stadt und Umland die Tradition fortführen. Durch den Bruderschaftsgeist findet der Mensch verstärkt zu sich und zu einer vertiefenden Haltung zu Gott. Vier Gottesdienste für die lebenden und verstorbenen Mitglieder stärken während des Jahres die Gebetshaltung. Die Vorstandschaft unter Leitung von 1. Vorstand Wolfgang Netrval zeigt sich auch für den umfassenden Jahresplan der Kreuzbruderschaft verantwortlich, welcher durch Aktivitäten, wie z.B. die Dankwallfahrt nach Karlburg oder den Feldgottesdienst beim Rohrbachfest, den Gedanken der Wallfahrt das ganze Jahr über im Bewußtsein halten.   

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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